Die Oberliga-Basketballer hätten sich kaum schlechter präsentieren können. Mit 40 Punkten unterlagen sie am gestrigen Spieltag den Köln 99ers und wurden dabei nach Strich und Faden vorgeführt.
Von Beginn an demonstrierten die Kölner ihre Dominanz. Schnell, hart, konsequent lagen sie schon nach 3 Minuten mit 9 zu 0 vorne. Die Gastgeber kannten kein Mittel, um den Angriff der Gäste zu stören. Nahezu ungehindert erzielten diese leichte Körbe. Hoffnungsthal konnte den Ball zunächst gar nicht in Korbnähe bringen. Der konstant hohe Verteidigungsdruck der Domstädter brachte die Sülztaler Offense völlig aus dem Konzept. Die ersten Punkte machte der TVH mit Freiwürfen. Und das blieb im ersten Viertel auch die einzige Möglichkeit, Treffer zu erzielen. Hoffnungsthal bekam in dieser Spielperiode acht Freiwürfe, verwandelte vier. Andere Punkte gab es nicht. So hatte der TVH zum Viertelpfiff vier Zähler auf ihrem Konto, kassiert aber 19.
Im zweiten Viertel blieb das ungleiche Kräfteverhältnis bestehen. Die 99ers organisierten ihren Angriff diszipliniert und erspielten weiter einfache Punkte. Hoffnungsthal war im eigenen Angriff völlig hilflos gegen die aggressive und körperbetonte Kölner Defense. Verzweiflung machte sich breit und die Flüchtigkeitsfehler häuften sich. Zu diesem Zeitpunkt war der Hoffnungsthaler Kampfgeist schon gebrochen. Einzig Hallmann und Fischer konnten in der zweiten Spielphase punkten. Aktionen, die den Hoffnungsthalern ein Oberliga-Niveau bescheinigten, waren selten.
Völlig frustriert gingen sie in die Kabine. Halbzeitstand 15:41.
Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit packte das Team nochmal die Ehre. Der Rückstand war zwar nicht mehr aufzuholen, aber die Spieler wollten die Blamage schmälern. Tatsächlich spielte der TVH im dritten Viertel mit. Diesmal als Mannschaft und nicht nur einzelne Akteure. Aber die Kölner zeigten sich weitestgehend unbeeindruckt und spielten ihren Schuh runter.
Lange hielt die Hoffnungsthaler Gegenwehr nicht an. Im letzten Viertel war der Funken wieder erloschen. Die frustrierten Verlierer ersehnten den erlösenden Schlusspfiff, um sich schnellstmöglich die Schmach abzuduschen.
„Ehrlich gesagt, fehlen mir im Moment die Worte. Ich muss das erstmal verdauen, eine Nacht drüber schlafen. Morgen werden wir dann das Spiel analysieren und sehen, was wir daraus machen.“, so der geknickte Trainer Batzer unmittelbar nach der Partie.
Wie die Hoffnungsthaler mit der heutigen Klatsche umgehen und was sie unternommen haben, um sich wieder aufzurappeln, werden sie am nächsten Samstag zeigen. Sie fahren zum Aufsteiger nach Hürth.
Viertelergebnisse:
4:19; 11:22; 15:20; 13:22
Punkteverteilung:
Heidelberg, B. (7), Hallmann (12), Korkmaz (5), Fischer (11), Puhl (2), Baronski (3), Hoy (1), Heidelberg, E. (2), Biermann, Scholl, List, Königstedt
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